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DER HELM DER WOCHE 26|69
KIPPA VORM KOTEL – Herzlichen Glückwunsch Olaf!
 

Der Helm der Woche 26|69

 

 

Die Kippa

Die Kippa oder Kippah ist eine vornehmlich zur Ausübung der Religion gebräuchliche Kopfbedeckung männlicher Juden. Üblich ist die Kippa für Männer beim Gebet, überhaupt an allen Gebetsorten wie beim Synagogenbesuch oder auf jüdischen Friedhöfen; viele orthodoxe Juden tragen sie auch im Alltag.

Im heutigen Sprachgebrauch heißt die jüdische Kopfbedeckung "Kippa". Das traditionelle jiddische Wort ist Kappel (aus dem Deutschen) oder Jarmulka (aus dem Slawischen).

Die Kopfbedeckung ist zwar die bekannteste jüdische Sitte, aber zugleich das einzige Gebetssymbol, das sich nicht auf ein biblisches Gebot gründet, nicht einmal auf ein talmudisches. In Reformgemeinden in den USA ist sie daher nicht üblich. Sie ist religionsgesetzlich betrachtet das unwichtigste Symbol des Judentums.

Heutzutage aber gewinnt man oft den Eindruck, als sei sie das wichtigste Symbol. Viele Juden tragen auch außerhalb des Gottes­dienstes eine Kopfbedeckung, meist in Form von einem kleinen rundes Stück Stoff oder Leder, das den Hinterkopf bedeckt.

Der Brauch wird örtlich verschieden gehandhabt. Eine Rolle spielt auch, welcher Strömung des Judentums der Gläubige angehört. Nichtjüdischen Fremden und Gästen wird stets empfohlen, sich einfach dem Brauch der Gemeinde anzupassen, bei der sie zu Gast sind. Statt der Kippa kann auch jede andere Kopfbedeckung (Mütze, Hut oder zur Not selbst ein Taschentuch) denselben Zweck erfüllen. Form und Farbe der Kippa geben zuweilen Auskunft über den religiösen, politischen und auch parteipolitischen Hintergrund ihres Trägers.

Nicht zu verwechseln ist die Kippa mit dem Pileolus, dem Käppchen, das katholische Bischöfe im Alltag, aber auch während der Messzeremonie tragen. Dieses hat mit der Kippa – außer der Form und der Gemeinsamkeit des Gebrauchs in einem religiösen Kontext – nichts zu tun.

Männer müssen beim Besuch der Klagemauer (ugs. Kotel) eine Kopfbedeckung tragen; eine Kippa kann vor Ort geliehen werden.

Foto: "Olaf vorm Kotel" von Nir Mizrahi

Quellen: Wikipedia · Union progressiver Juden