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Der Helm der Woche 35|69
Die flammende Zunge - Symbol der Empfängnis des Heiligen Geistes
 

Der Helm der Woche 35|69

Die flammende Zunge – Symbol der Empfängnis des Heiligen Geistes

Pfingsten (altgr. für 'fünfzigster Tag') ist ein christliches Fest. Gefeiert wird die Entsendung des Heiligen Geistes, und zwar exakt 49 Tage Ostersonntag. Im Neuen Testament erzählt die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger herabkam, als sie zum jüdischen Fest Schawuot (hebr. für „Wochen“) in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,1-41 EU). Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden.

Als „Pfingstwunder“ bezeichnet man die in der Apostelgeschichte beschriebene wunderbare Fähigkeit der Jünger, in anderen Sprachen zu sprechen und andere Sprachen zu verstehen. Theologisch steht dies für die Mission der Kirche, alle Menschen unabhängig von ihrer Nationalität und Ethnizität anzusprechen.

Im Evangelium nach Lukas (Lk 24,49 EU) heißt es, dass der Gottesgeist als „Kraft aus der Höhe“ herabkommen wird. Das Johannesevangelium (Joh 20,19-23 EU) beschreibt, dass der Auferstandene am Abend des Ostertages in die Mitte seiner Jünger kam, sie anhauchte und mit den Worten „Empfanget den Heiligen Geist!“ ihnen den Geist Gottes übertrug. Aus diesem Grund bezeichnet man Pfingsten auch gelegentlich als „Geburtstag der Kirche“. Der Heilige Geist wird meist durch eine Taube dargestellt, die Empfängnis durch eine Zunge – gleich einer Flamme – über dem Köpfen der Jünger.

Quelle: Wikipedia
Bildnachweis: Pfingstdarstellung im Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (um 1180)

 
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Das Gebet
Veni Sancte Spiritus
 

Das Gebet

Komm herab, o Heil'ger Geist

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not,
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
(Amen. Halleluja.)

(Neues Schott-Messbuch, Herder Verlag; Schott Ausg. 1962 enthält eine ältere dt. Übersetzung)