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Der Helm der Woche 47|69
In Flanders Fields
 

Der Helm der Woche 47|69

In Flanders Fields

In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.

We are the dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow,
Loved, and were loved, and now we lie
In Flanders fields.

Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields.

 
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22. April 1915
Erster deutscher Giftgas-Einsatz bei Ypern
 

22. April 1915

Erster deutscher Giftgas-Einsatz bei Ypern

In der Zweiten Flandernschlacht – auch Ypernschlacht genannt – im Ersten Weltkrieg versuchten die deutschen Truppen am 22. April 1915 in einer erneuten Offensive die Stellungen der Alliierten an der Westfront in Flandern zu durchstoßen, um den Frontbogen bei Ypern zu beseitigen. Das deutsche Heer setzte bei dieser Offensive erstmals chemische Waffen in Form von Chlorgas ein. Der Durchbruch scheiterte an mangelnden Reserven, der Frontbogen konnte aber verkleinert werden. Die Auseinandersetzung wird zu den vier Flandernschlachten gezählt.

Zum Verlauf:

Im Oktober 2014 verlassen etliche Familien die belgische Kleinstadt Ypern, wo nach heftigen Gefechten die Front zum Stehen kommt. Briten und Franzosen auf der einen, und die Deutschen auf der anderen Seite haben in etwa gleich viele Soldaten und auch die Ausrüstung unterscheidet sich kaum, so dass es weder der einen, noch die andere Seite gelang, die Front zu durchbrechen . Zeitgleich arbeitete in Deutschland der Chemiker Fritz Haber an einer möglichen Lösung. Diese sah den Einsatz von Giftgas vor, das die britischen und fränzösischen Soldaten aus den Schützengräben treiben sollte. Und das obwohl der Einsatz chemischer Waffen völkerrechtlich verboten war. Hader setzte auf Chlorgas, das die Atemorgane schädigt, schnell zum Erbrechen und bei genügend hoher Konzentration zum schnellen Tod durch Ersticken führt.

Am 22. April 1915 war es soweit: Um 18 Uhr ließ das deutsche Pionierregiment innerhalb von fünf Minuten 150 Tonnen Chlorgas aus 6.000 Stahlflaschen über den gegnerischen Schützengräben ab. Eine weißgelbe Giftwolke zog sich auf 6 km Breite gegen die französischen Stellungen. Da Chlorgas schwerer als Luft ist, sank es in die alliierten Gräben und Stellungen. Etwa 1.200 Soldaten verloren ihr Leben und weitere 3.000 wurden verwundet, das sie über keinerlei Gasschutz verfügten. Die Reste des gegenüberliegenden französischen Korps Division flohen. Der Angriff löste Panik unter den französischen Kolonialtruppen aus, es gelang darauf dem deutschen Reserve-Korps die alliierte Stellung am Yserkanal ohne gegnerischen Widerstand einzunehmen und drei bis vier Kilometer tief vorzurücken. Allerdings besaßen auch die deutschen Soldaten keinen Gasschutz, so dass der weitere Vorstoß extrem verzögert wurde.

Vorbei ist der Krieg nach dem ersten Giftgas-Angriff jedoch noch lange nicht. Da die deutschen Kommandeure anfangs am Erfolg gezweifelt hatten, standen ihnen nun nicht genügend Truppen zur Verfügung, um Ypern einzunehmen. So begann das Wettrüsten mit chemischen Waffen und immer neue Stoffe gelangten an die Front. Um die Granaten unterscheiden zu können, wurden sie mit farbigen Kreuzen markiert: Grün stand für lungenschädigende Stoffe wie Chlor und Phosgene, gelb für das die Haut verätzende Senfgas (auch "Yperit" genannt); blau zeigte Reizstoffe an, die durch die Filter der zuvor entwickelten Gasmasken drangen und zum Absetzen der Maske zwingen konnten.

Am Ende waren es 90.000 Soldaten, die durch Giftgas starben. Insgesamt verloren mehr als neun Millionen Soldaten im Ersten Weltkrieg ihr Leben.

Quellen: Wikipedia · WDR Stichtag